Etappe 3-10 habe ich in den letzten Jahren schon erwandert.
Als ich letzte Woche, während des Firmunterrichts meiner Tochter, mit einem gemütlichen Kaffee die Wartezeit verkürzte, schnappte ich mir meine Lebensweg-Wanderkarte und begann meine nächste Tour zu planen.
Soll ich bei Etappe 1 starten und mich mit dem Beginn meines eigenen Lebens auseinandersetzen? Oder starte ich doch in meiner Nachbargemeinde Raxendorf und bewandere die Etappe 11?
Tatsächlich hat mich dann das Thema der Etappe 11 gefangen.
75 – 99 Jahre | Weisheit & Frieden
Beides wünschenswerte Zustände, welche man mit großer Ehrfurcht und Dankbarkeit entgegentreten sollte und auch die Beschreibung der Etappe hat mich sofort überzeugt.
„Vor dem letzten Lebensabschnitt. Gelassenheit und Ruhe, das wünscht man sich und einen sicheren Platz im Umfeld, damit diese Zeit eine gute Zeit sein kann.“
Letzter Lebensabschnitt – Weisheit – Gelassenheit & Ruhe – Frieden
Alle Punkte hoffe ich, möglichst gut und in hohem Ausmaß erleben zu dürfen.
Leider hat mir und meinem Umfeld der Beginn dieses Jahres gezeigt, dass es nicht immer selbstverständlich ist, ein hohes Alter erreichen zu dürfen. Von einigen Menschen mussten wir uns in diesem noch so kurzem Jahr, leider viel zu früh verabschieden. Gerade nach solchen Verlusten ist es für mich wichtig Ruhe & Gelassenheit bewahren zu können und sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren. Die eigene Gesundheit, sowie Zusammenhalt in der Familie, der Nachbarschaft und in dem jeweils betroffenen Umfeld (Verein, Arbeitskollegen). Nur wenn man mit sich selbst im Einklang ist, kann man auch gut gemeinsam leben und doch positiv in die Zukunft blicken.
Wenn man dann aktuell in die Weiten der Welt schaut, findet man nicht überall Frieden. Krieg oder milder ausgedrückt, ungemütliche Unruhe, trifft´s in manchen Regionen leider besser. Um Frieden erleben zu dürfen, muss man natürlich friedlich mit sich selbst und allen anderen umgehen und am besten zu Hause damit anfangen. In der Geschichte zurückblicken, erinnern und daraus lernen wäre dann auch noch von Vorteil. Und da sind wir dann beim Punkt Weisheit angelangt ….
Der abwechslungsreiche Weg
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem Rucksack voll mit Äpfeln und Wasser, bin ich mit meiner Hündin „Kira“ um 10 Uhr beim Gemeindeamt in Raxendorf gestartet. Nach 22,7 km und gut 6 Stunden später war mein Stempelpass um einen Stempel reicher.
Diese Etappe ist kein Spaziergang, aber wenn man im Winter nicht ganz faul war, ist sie doch recht gut zu meistern.
Entlang des Weges gibt es auch immer wieder gemütliche Bankerl, sowie schöne & interessante Fleckerl, die auf eine kurze Pause einladen. Zuviel will ich aber nicht verraten, am besten packst du deinen Rucksack und machst dich auf den Weg! 😉
„Danke an unsere Obfrau Christina für die interessanten Einblicke in ihre Wanderung und die berührenden, nachdenklichen Gedanken entlang des Lebenswegs – wir freuen uns jetzt schon auf deine nächsten Etappen.“






