In Pöggstall, wo alles begann .…… Blog#56

Jede noch so gro­ße Reise beginnt mit dem ers­ten Schritt“ -LAOTSE

An einem wun­der­schö­nen kla­ren Wintertag im Jänner woll­te ich einen Teil  des Abschnittes 10 des Lebensweges von Pöggstall nach Braunegg erkun­den. Genau zum Läuten der Mittagsglocken in Pöggstall ankom­mend, war mein ers­ter Weg gleich in die spät­go­ti­sche, wun­der­schö­ne Kirche St. Anna  direkt am Marktplatz. Mit dem angren­zen­den Schloss durch eine Brücke ver­bun­den,  ent­stand eine inter­es­san­te Einheit.

Land Niederösterreich inves­tier­te Millionen in die gelun­ge­ne Revitalisierung

Die Landesausstellung 2017 „Alles was Recht ist“ – hat sich als wich­ti­ger Impulsgeber und Wirtschaftsfaktor für die Region her­aus­ge­stellt. Das hat­te natür­lich auch zur Folge, dass vie­le zusätz­li­che Initiativen gesetzt wur­den, um das gebo­te­ne Programm abzu­run­den bzw. zu ergän­zen.

 

Die ers­ten Stunden des Lebensweges

In die­se Zeit des Strukturwandels, der Großinvestitionen und der Neuorientierung der Gemeinde in Pöggstall, fiel auch die Vorstellung SEINES inno­va­ti­ven Projektes. Dieter Juster,  Projektentwickler und ehe­ma­li­ger „Bühnenwirt“ aus Gutenbrunn, der schon seit eini­ger Zeit an einem Nachfolgeprojekt für die Landesausstellung feil­te, stell­te im Frühling 2016 sei­ne Ideen zum „Lebensweg“ den Verantwortlichen der Region und der Landesausstellung vor. Der Auftrag, über den Sommer 2016 ein Erstkonzept für die Präsentation in den Gemeinden zu erstel­len, erfolg­te umge­hend. Dieses wur­de bereits im Herbst prä­sen­tiert, und bis zur Gründung des Vereines  Lebensweg im Juli 2017 hat­ten sich durch Überzeugungsarbeit alle 22 –  sich am Lebensweg befind­li­chen Gemeinden – für die Beteiligung und Mitarbeit min­des­tens bis zum Jahr 2023 ent­schie­den.

Lebensweg“  – das zeit­ge­rech­te Nachfolgeprojekt

Die Eröffnung der Landesausstellung erfolg­te 2017 und bereits am 21. Mai 2018 wur­de der Lebensweg mit einer Wanderung und einem Festakt mit mehr als 1.120 Besuchern in Braunegg eröff­net.

Mittlerweile sind dem ers­ten Schritt des Anfangszitates vie­le, vie­le wei­te­re gefolgt. Zwei Folder, das TourenTAGEbuch (bereits in der zwei­ten Auflage), gut besuch­te Wandertage, eine attrak­ti­ve Wanderkarte, Fernsehauftritte, regel­mä­ßi­ge Blogbeiträge auf der Website, Facebook-Stories, Pressekonferenzen, media­le Präsenz bis nach Deutschland uvm., zei­gen die bis­he­ri­ge Erfolgsgeschichte auf.

Einigkeit macht stark und ver­bin­det

Speziell die Kooperation von 22 Gemeinden kann als zukunfts­wei­send gewer­tet wer­den. Der Projektinitiator Dieter Juster beschrieb das gemein­sa­me Tun mit dem pas­sen­den Satz:

Vorhandenes acht­sam sicht­bar machen

    und Neues behut­sam ent­wi­ckeln“. 

Landesausstellungen die­nen als Impulsgeber in den Regionen, die Menschen wer­den ein­ge­la­den, selbst auch initia­tiv zu wer­den. Im Jahr 2017 stand Pöggstall im Fokus, mit dem Lebensweg soll allen Gemeinden, die bewan­dert wer­den, grö­ße­re Beachtung geschenkt wer­den. Abgesehen davon, sieht sich das Projekt als Möglichkeitsraum, wo Themen rund ums Leben betrach­tet wer­den kön­nen.

Meinen volls­ten Respekt!

Es ist übri­gens schon eine beein­dru­cken­de Leistung, dass von der Geburt der Idee bis zum jet­zi­gen „Stand“ des Projektes nur 4 Jahre benö­tigt wur­den.  Jedenfalls ist die Gemeinde Pöggstall für immer eng mit der Entstehungsgeschichte des „Lebensweges“ ver­bun­den.

Von nun an ging’s berg­auf!

Nach die­sem kur­zen geschicht­li­chen Sidestep mach­te ich mich dann von Pöggstall nach Braunegg auf. Dabei merk­te ich, dass es vor­teil­haft ist, die­ses Etappe bei nicht zu gro­ßer Hitze zu erwan­dern. Es geht fast stän­dig berg­auf, nicht zu hef­tig, aber glaub mir, warm wird dir bald.

Wusstest du übri­gens, dass man Pöggstall auch als „Meran“ des Waldviertels bezeich­net? Seine güns­ti­ge Lage – ein­ge­bet­tet in das wun­der­schö­ne Weitental – bewirkt, dass es hier immer um ein paar Grade wär­mer als bei uns „her­oben“ ist. (Auch heu­te betrug die Differenz 6 Grad!)

Besonderes „Lebensplatzerl“

Außerhalb des Ortes, in dem rege Bautätigkeit herrscht, geneh­mi­ge ich mir am Weg ein Häferl war­men Tee . Auf einem Bankerl in der war­men Wintersonne genie­ße ich den herr­li­chen Ausblick. Kleine Dörfer säu­men den gut mar­kier­ten Weg, nach­dem ich den Wald ver­las­se, zeigt bald ein Wegweiser Richtung Aussichtswarte in Braunegg, die auch rund um die Landesausstellung ent­stand und weit bis in die Alpen bli­cken lässt. Nach einem kur­zen Besuch im Abendrot bei „Ritter Jörg“, der lebens­groß die Anlage „bewacht“ keh­re ich noch im uri­gen Braunegger-Hof, Gasthof Fam. Mayer – Braunegg ein.

Fazit: eine wun­der­schö­ner Abschnitt, bei dem einem die Luft ein biss­chen aus­ge­hen kann, man aber mit unver­gleich­li­chen Ausblicken belohnt wird – du wirst es genie­ßen.

Der momen­ta­ne Winter ist – spe­zi­ell in den tie­fer gele­ge­nen Abschnitten – zum lust­vol­len Wandern bes­tens geeig­net.

Tipp: Schnee- und Wetterberichte beach­ten, gege­be­nen­falls in den Gemeindeämtern nach­fra­gen, die in dei­nem geplan­ten Abschnitt lie­gen.

Genieße auch DU im Winter die Schönheiten des Lebensweges, Winterwandern erfreut sich auch bei uns immer grö­ßer wer­den­der Beliebtheit!

Pfiat di!

Deine Ingrid

 

Alle Fotos: Ingrid Kleber

Mehr über die Autorin erfährst Du hier: Ingrid Kleber
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